Hinter CASIE verbirgt sich ein Automobil Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum für den gesamten asiatischen Raum, das, wenn es zu einer Kooperation zwischen dem Institut für Kraftfahrwesen an der RWTH-Aachen und der VTU-Bangalore kommt, in Bangalore eingerichtet wird.
Die Vorverhandlungen laufen auf Hoch-touren und Prof. Dr. Reddy, Rektor der VTU-Bangalore, reiste u.a. deswegen im Juni 2005 nach Aachen.
Warum Indien?
Die Wirtschaftsexperten lassen keinen Zweifel daran, dass sich Indiens positive Marktentwick- lungen auch zukünftig fortsetzen werden.
Für die Automobilbranche prognostizieren die Wirtschaftsexperten Zuwachsraten zwischen 13,5 und 15,0% in den nächsten Jahren. Mittelfristig wird Indien zur drittgrößten Wirtschaftsmacht der Welt aufsteigen und nach China in wenigen Jahren die zweitgrößte im asia-tischen Raum sein. Heute ist der Inlandsmarkt bereits so groß wie der von Deutschland, Frankreich und Holland zusammen.
Wer hätte zur Jahrtausendwende prognostiziert, dass Indien innerhalb von vier Jahren eine eigene Automobilfabrik haben wird. Heute beliefert dieses Werk bereits den Britischen Markt.
Indi-Ca
Komplett automatisiert setzen Ro-boter millimetergenau Blechteile zusammen und verschweissen sie. Modernste Pressen stanzen Hau-ben und Kotflügel, computer-gesteuerte Düsen sorgen in steril verschlossenen Kammern für per-fekte Lackqualität.
Aus Deutschland, Japan und aus Indien selbst stammen die Ma-schinen, die für höchste Qualität sorgen.
Indica (von India-Car abgeleitet) heißen die Limousinen, die im Minu-tentakt vom Band rollen und heute bereits erfolgreich nach Großbri-tannien exportiert werden.
Schritt für Schritt will man mit neuen Produkten den europäischen Markt erobern. „Tata, der Produzent von Indica, setzt neue Zeichen für Indiens glo-balen Aufbruch“, sagt Subodh R. Majumdar, Abteilungsleiter bei der Deutsch-Indischen Handelskammer in Delhi.